Covid-Panik

Vor 2 Jahren gab es die ersten Meldungen von einer neuen Seuche, die da in China irgendwo ausgebrochen sein sollte. Es dauerte auch nicht allzu lange, da war das Virus auch in Deutschland unterwegs. Eigentlich war die Lage entspannt. Es kam zu einem „kurzen“ Lockdown von nur wenigen Monaten, doch auch danach war weder die Seuche besiegt, noch kehrte Normalität ein. Man hoffte auf baldige Impfstoffe.

Viele freuten sich über Homeoffice, Schulen versuchten wenig erfolgreich Online-Unterricht, Läden blieben geschlossen. Erste Impfstoffe waren -Dank Eilzulassung- für Auserwählte verfügbar.

Der Sommer entspannte die Situation. Im Freien ist die Ansteckungsgefahr nicht so groß, im Sommer nochmal geringer, so hieß es. Impfstoffe waren nun reichlich verfügbar, die meisten Menschen ließen sich impfen. Viele wollten sich aber nicht impfen lassen, weil sie den wenig getesteten Impfstoffen nicht trauten. Auch meine Begeisterung und Impfwilligkeit hielten sich in engen Grenzen.

Während Finnland die Drittimpfung verboosterte, schlossen in Deutschland die Impfzentren. Die Nachfrage wäre zu gering gewesen. Gleichzeitig wurde die Werbetrommel für Impfungen fleißig gerührt. Impfbusse fuhren als mobile Option für Impfwillige herum. Erst nutzten das Angebot nur wenige. Die angeblich viel aggressivere Delta-Variante des Virus sollte die nächsten Leichenberge verursachen. Die Impfbusse wurden daraufhin regelrecht überrannt, die Impfstoffe sind meist schon vor Ende der Schlusszeiten vergriffen. Viele Leute standen stundenlang in der Kälte an den Bussen an und dann wurden sie unverrichteter Dinge wieder weg geschickt.

Jetztzeit. Ein paar Impfzentren wurden wieder geöffnet, Impftermine sind weithin ausgebucht. Aus Südafrika soll eine neue Beta-Variante noch ansteckender und tödlicher sein als alle bisher da gewesenen. Die Inzidenzzahlen sind um ein vielfaches höher als bei der „Bundesnotbremse“ und die Gesetzgeber basteln schon wieder an Einschränkungen und überlegen, wie man jedem Menschen die Leben rettenden Impfungen zugänglich machen kann – ob er will oder nicht. 2G (geimpft oder genesen) im Einzelhandel steht zur Debatte, ob da Lebensmittelläden ausgenommen werden, wird sich erst noch entscheiden. Weiterhin könnten Zahnärzte, Apotheken und Tierarztpraxen bald ebenfalls impfen. (Ernsthaft???) Über eine Impfpflicht wird diskutiert, die Impfung soll nur noch jeweils ein halbes Jahr Gültigkeit haben.

Der Umgang unter uns Menschen ist rauer geworden, alle sind coronamüde und wollen einfach ihr Leben zurück haben. Jetzt weihnachtet es auch noch und alles wird noch hektischer und angespannter. Es haben sich im großen Ganzen zwei Lager gebildet, die gegeneinander hetzen und die Überzeugungen und Meinungen der anderen nicht akzeptieren: Impfbefürworter und Impfverweigerer. Es gibt die verschiedensten Beweggründe für beide – und beide Seiten haben in vielen Punkten recht. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Die Angst. Die meisten haben Angst vor der Seuche, wollen nicht krank werden oder gar sterben – wer will das schon. Die anderen haben Angst vor der Impfung, entweder weil die Impfstoffe nicht langzeiterprobt sein können oder weil dunkelste Theorien über „das Gift“ um gehen.

Angst ist aber nicht von Gott, sondern kommt eindeutig von der anderen Seite. 

Was kann jemandem schon Schlimmes passieren, wenn er sein Leben Jesus übergeben hat? Stirbt er an Covid, kommt er in den Himmel. Stirbt er an der Impfung, kommt er in den Himmel. Stirbt er an keinem der beiden, kann er noch vielen Menschen von Jesus erzählen und kommt eben irgendwann später in den Himmel. So what!? Jeder verlässt irgendwann unsere sichtbare Welt, früher oder später.

Verbessert Angst oder gar Panik irgendwas an der Situation? Sicher nicht.

Kommt das jetzt überheblich rüber? Vermutlich. Daher sei hier mal angemerkt, dass auch ich vor Kurzem etwa zwei Wochen lang dazu tendierte, mir Sorgen zu machen. Dieser Corona-Mist, den nun wirklich niemand braucht. Und diese Impfstoffe, die teilweise schlecht wirken und auch Menschen krank gemacht haben. Jeder sagt etwas anderes, was kann man glauben?

Ich betete darüber und der größte Teil der Furcht verflog. Einmal stand ich am Impfbus an, doch der war lange vor mir leer geimpft. Vor dem nächsten stand eine riesige Warteschlange und ich musste eh meine Milchtour weiter fahren, damit war das Thema für mich erst mal wieder vom Tisch. Das Impfzentrum Kusel öffnete wieder, aber nur für Boosterimpfungen. Egal, was solls. Ich habe Frieden über der Situation.

Für mein Leben habe ich tolle Prophetien und ich fände es wirklich doof, das Potential nicht genutzt zu haben. Würde ich jetzt sterben, hätte ich nicht sehr viel für Gottes Reich getan, leider. Das läge aber nicht an Gott, klar. Alle Friedhöfe sind voll von ungenutztem Potential. Schade.

Höchste Zeit, etwas anders zu machen. Raus aus der Komfortzone und raus aus dem gewohnten Umfeld, in dem alles stur seinen Gang geht.

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