Guten Morgen, mein Fettsack!

Wir hören gerne nette Worte über uns und das was wir tun. Ein Lob oder Kompliment im richtigen Moment kann einem den miesesten Tag schön werden lassen. Natürlich funktioniert das auch anders herum, wenn es Kritik hagelt. Nur eben nicht von guter Stimmung gefolgt, klar…

„Guten Morgen, mein Fettsack“, so verstand ich eines Morgens die Worte meines Chefs und Freundes, als ich zur Arbeit kam. Mit 117 Kilo bei 1,83 Metern Höhe bin ich eindeutig zu klein, das ist mir durchaus bewusst. Und auch dass die neue Waage gleich mal kaputt sein muss, weil sie mir 34% Fettgehalt attestiert, stimmt mich nicht heiter. Ich weiß genau, ich konnte mal 6km problemlos joggen, obwohl ich da nicht weniger geraucht hatte als jetzt. (Anm.: Heute waren es 21 22 Zigaretten!) Meine Schuhe konnte ich mal anziehen und zubinden, ohne dabei rot anzulaufen und dem Erstickungstod nahe zu sein – ich weiß es genau!
Eigentlich waren die Worte gewesen „guten Morgen, mein Bester!“. Meine ersten Gedanken waren „hat der jetzt echt Fettsack gesagt? Nee! Das würde er doch nicht tun… – oder?“ Ich fragte nach und wir mussten erstmal beide tierisch ablachen. Die Situation war einfach zu  witzig.

Was bleibt, sind die Fakten. Ich fühle mich in meinem Körper nicht mehr wohl. Zwar denke ich auch nicht ständig drüber nach, aber ich merke wie mich der überflüssige Ballast im wahrsten Sinne „herunter zieht“. Nach einem Arbeitstag von rund 200km LKW fahren, 8 Abladestellen (7 mit Automatenservice) und den ganzen Beiarbeiten davor und danach, kann man mich eigentlich nur noch aufkehren. Die Treppen zu meiner Wohnung hoch sind dann schon ein kleiner Kampf. Eigentlich sind die Treppen auch ohne vorherige Arbeit schon anstrengend. Liegt aber halt nicht an den Treppen…

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