Buspenner oder nicht?

Ich schaue immer wieder nach günstigen Häusern hier in der Gegend. Einerseits hat ein fester Wohnsitz seine Vorteile, andererseits machen mir die Kosten und die Ortsgebundenheit immer noch Sorgen. Umgekehrt erinnere ich mich gerne an die Zeit im Düdo, die war echt toll. Doch manchmal war die auch nicht ganz einfach. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich noch eine Weile („nicht bis 80 vielleicht, aber schon noch…“) in der jetzigen Wohnung wohnen bleiben darf, wie ich vor ein paar Tagen erfuhr. Klar ist das erstmal gut so. Es nimmt den Druck raus, schnell etwas anderes finden oder bauen zu müssen. Wobei ein gewisser Druck ja auch hilfreich sein kann…

So wie zu Düdozeiten funktioniert mein Leben zukünftig definitiv nicht mehr. Außer ich verzichte auf eine Krankenversicherung, was ich sicher nicht tun werde. Zudem könnte die Sache mit „meinem Haus“ jederzeit kippen und ich stünde mit ganz leeren Händen und Taschen da, wenn ich mich darauf verließe. Also bliebe nur der „fahrende Schrauber“ mit einer Selbständigkeit oder ein ortsgebundenes Angestelltenverhältnis. Aber mit einem Wohnmobil dauerhaft an der selben Stelle stehen…? Hm… Klingt schon nicht mehr so romantisch, wie ich bis vor kurzem noch dachte. Aber ob ich selbständig besser dran bin…?

Den Koffer für den LKW möchte ich nach wie vor bauen. Egal ob dann eine Mietvertragsverlängerung, ein Grundstück mit oder ohne Haus oder eine Arbeitslosigkeit kommt, eine eigene kleine Höhle ist immer Gold wert. Sogar ohne Möbel!

Schön ist, dass ich keine Not habe, darüber sofort und immergültig entscheiden zu müssen. Ich zermartere mir jetzt auch nicht den Kopf, wie es weiter gehen wird. Eigentlich bin ich tiefenentspannt über der momentanen Situation. Aber klar, ich wäre nicht ich, wenn die Gedanken nicht um die Optionen kreisen würden… 🙂


Ganz spontan wechselte die reparaturbedürftige Talita in den Besitz des örtlichen Schrotthändlers.

Zitrönchen Citroen C2 „Talita“

Bremssattel links fest, ABS funktionslos, Türen nicht mehr abschließbar, Riss in der Frontscheibe, Auspuff durchgerostet – das ist mir zu viel Arbeit für ein Auto, das ich nicht mehr brauche. Ich hatte Talita schon zu verkaufen versucht, aber irgendwie wollte sie keiner. Der Azubi hatte auch gefragt, nahm Talita aber dann nicht mal geschenkt. Vor ein paar Tagen fuhr ich mit dem Milch-LKW auf den Hof und dachte „jetzt muss sie weg“. So dauerte es noch etwa 15 Minuten und schon war sie vom Hof. Ich bekam noch 50 Euro für den vollen Tank und war froh.


Der Volvo schreit auch gerade wieder nach etwas Zärtlichkeit. Ich hatte ihn verliehen und jetzt kam er mit leuchtender Motorkontrollleuchte zurück. Nach einer Inspektion geierte er ja schon immer (also seit ich ihn kenne), auch ein paar Reparaturen wollen noch gemacht werden.  Also noch mehr bestellt. Aber was für ein geiles Auto das ist! Es passt sogar mein langer Peer (2,30m wird der haben) in den leicht nach vorne verlängerten Kofferraum. Die Vordersitzlehnen lassen sich vor klappen und die Rückbanksitzflächen kann man im Handumdrehen ausbauen – irre praktische Features!

Volvo V70 - Was für ein praktisches Auto!
Peer Gynt Langlieger im Volvo.

Ich hatte mir vor ein paar Wochen noch einen E-Bass bestellt. Optisch wie ein Sterling Music Man, aber aus chinesischer Fertigung und von Thomanns Hausmarke „Harley Benton“. Ich war überrascht, wie gut der verarbeitet war. So verliebte ich mich recht schnell in den Bass und dachte „och, der hat ja nur 120 Euro gekostet“. Doch letztendlich siegte die Vernunft, denn ich habe erst kürzlich mit dem Ibanez einen sehr schönen neuen Bass gekauft. Und für „nicht so gut“ kann genauso der alte Yamaha Bass herhalten, auch wenn ich an dem irgendwie doch sehr hänge. Lange Rede kurzer Sinn, der HB wurde zur Rückgabe angemeldet und ging gleich zu DHL, bevor ich ihn doch wieder auspacken konnte… 😀

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