Kleines Loch wird großes Loch

Berthas Dach ist fast komplett an der Regenrinne ab gerostet, da ist nichts Erhaltungswürdiges mehr dran. Ich wollte echt aufgeben, ich hab es versucht. Aber ich soll nicht.

Seit Monaten war ich schon zum 1. LN2-Treffen im Forum angemeldet und hatte schon garkeine Lust mehr, mich dort ohne meinen Glumpliner einzufinden. Aber es roch nach Urlaub. Also bekam Zitrönchen ein paar technische und optische Streicheleinheiten und wurde danach mit Schlafsack, Zelt, sowie diversen anderen lebenserhaltenden Maßnahmen bepackt. Und ich war echt froh, so entschieden zu haben. So viel Positives an einem verlängerten Wochenende, das Wetter spielte auch mit, es war richtig super und motivierend.

Heute ging es dann wieder an Bertha. Ich hatte zweimal kurz hintereinander „nicht aufgeben“ von oben gesagt bekommen. Danach nochmal von Berthas Herrchen. Ich wollte ein übernatürliches Leben, die derzeitige Lernetappe heißt dann wohl „habe Hoffnung, wo es keine Hoffnung gibt“. Da es am Dachrand definitiv nichts mehr zu retten gab, flexte ich ihn auf etwa 1m Länge ab. Jetzt hing er nur noch an der Regenrinne, von wo ich ihn nach 2x hin und her biegen einfach abreißen konnte. Dafür dauerte das Entfernen des in die Regenrinne geschweißten Falzes eine gefühlte Ewigkeit. Danach messen, schneiden, kanten, kontrollieren, nachkanten, kontrollieren, nachkanten, kontrollieren, lochen, absetzen, anzeichnen, schneiden – und schon hatte ich das erste neue Dachrandblech in den Händen. Den Innenrahmen behandelte ich nochmal mit Rostumwandler, die beiden Regenrinnenverbindungen bekamen schweißbaren Rostschutzprimer verpasst. Dann machte ich Feierabend.

Ich hoffe dass die nächsten 11,5m seitlicher Dachrand etwas flotter gehen, wenn sich erstmal eine Art „Serienproduktion“ eingestellt hat.

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