Noch zwei

Nach der Praxis von gestern wären es drei, aber es sind zwei „richtige“ Bleche und eins, das nicht mal als Trostpreis durchgehen würde. Dafür gab es heute keine Biegeorgie, die Bleche mussten nur leicht gerundet werden. Solche Arbeiten mag ich, danach sieht man wenigstens was und sie gehen sogar schnell.

Weit mehr Kampf hatte ich mit der vorderen Türkante am Kotflügel. Die Tür knarzte beim Öffnen immer am Kotflügel vorbei. Schuld ist teilweise der aufgesetzte Reparaturradlauf und teilweise die schlecht eingepasste Tür. Als ich den Radlauf zum Ersetzen des hinteren Radlaufs aufgesägt hatte, war das Blech des Kotflügels im Bereich des unteren Türscharniers lose. Um das einigermaßen vernünftig reparieren zu können, hätte die Tür raus gemusst. Die Schrauben wollten aber einfach nicht. M8 Schrauben mit Senkkopf und geradezu zierlichen 5mm Inbus – wer macht denn SOWAS!? Nachdem ich damals 2 Schrauben rund gedreht hatte, hatte ich das Unterfangen aufgegeben. Aber es half nichts, die Tür war immer noch im Weg. Also los!

Am unteren Scharnier kann man an den äußeren Schrauben keinen Inbusschlüssel gerade aufsetzen, weil der Schenkel im Weg ist. Also echt jetzt… Ergo setzte ich den Schlüssel notgedrungen schräg auf, hämmerte ihn ordentlich rein und dreht ihn mit einem Rohr. Der Schlüssel verdrehte sich ganz schön, aber dann krachte es und die Schraube war gelöst. Bei der zweiten äußeren Schraube das gleiche Spiel. Alle anderen Schrauben konnte ich gerade erreichen, somit hatte ich eigentlich schon gewonnen. Die Köpfe der rund gedrehten Schrauben bohrte ich auf 6,5mm auf und hämmerte einen 8er Vielzahnschlüssel da rein, so konnte ich sie öffnen. Die Schrauben oben außen und unten innen hatten sich das scheinbar angeschaut und ließen sich vor lauter Furcht einfach mit dem 5er Inbus lösen. Geht doch!

Spannend war noch das abbauen der unhandlichen Tür. Ich stellte eine Alukiste drunter, legte ein Stück Holzbalken dazwischen – passte genau. Dann schraubte ich die Scharniere ab. Die darauf folgende Nummer hatte für den glücklicherweise nicht vorhandenen Betrachter sicher etwas von Bärenballett. Ich tanzte mit der Tür in beiden Händen. Erst musste die Tür etwas runter, so konnte ich das obere Scharnier befreien. Danach hätte das untere Scharnier nach hinten raus gezogen werden müssen – aber das wollte nicht. Aber ich konnte weder sehen noch fühlen, was das Problem war, denn die Augen waren in einer ungünstigen Position und die Hände beide belegt. Doch irgendwann war die Tür frei, puh! Einbauen werde ich die nicht alleine, das steht definitiv fest.

Ich kürzte das Kotflügelblech etwas und entrostete den darunter liegenden Teil der Säule. Danach schweißte ich das Blech fest. Das gefällt mir aber nicht, das kommt nochmal runter. Die Kante werde ich wohl neu machen, die ist hauchdünn…

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