Ne Halle, wie schön!

Wie lange hatte ich von einer Halle geträumt, einem Platz wo ich im großen Ganzen tun und lassen darf was ich will, wo ich niemandem Rechenschaft ablegen muss. Im Winter wäre etwas Isoliertes natürlich schöner… – aber hey, jetzt ist nicht mehr Winter und ich hockte immer wieder in der Wohnbude herum, als hätte ich draußen nichts zu tun… – Los jetzt!

Wobei es ja auch nicht so ganz richtig ist, ich war ja schon öfter mal etwas am basteln. So wurde das Fahrrad einer Freundin fertig, mein Fahrradanhänger hat Beleuchtung bekommen, die Vorderbremse des langen Peer ist entquietscht und der fühlerartig anmutende Scheinwerfer ist mit einem individualisierten neuen Halter ausgestattet. Mein blauer Corsa zog in meine Geburtsstadt um, wird dort repariert und dient dann einem Fahranfänger als Fahreisen. Weiterhin hatte ich einiges in der Halle auf- und umgeräumt.

Heute dann in der Halle angekommen stand ich so da und schaute mir meine Schrauberhöhle an. Echt toll! Gleichzeitig kam aber auch eine gewisse Ratlosigkeit auf. Es ist so viel zu tun, dass ich garnicht wusste, wo ich überhaupt anfangen sollte. Ich bemühte mich in der letzten Zeit viel um Ordnung in der und um die Halle – und mein Vermieter deponierte vor Kurzem eine abgerissene Halle dort und machte so die ganze Optik zuschande. Egal, ist ja sein Gelände… 🙂

Ah, den silbernen Corsa könnte ich mal laden, der ist verkauft und sollte demnächst abgeholt werden. So hatte ich schon mal einen Anfang. Anschließend räumte ich das ganze Zeug aus Bertha, das den 814 belagerte, in ein kürzlich ausgeliehenes Regal ein, welches seitdem eine Hallenecke ziert. Aufräumen war langweilig. Ich hängte die Batterien des 814 ans Ladegerät. Dabei fiel mir wieder der weggebrannte Minuspol der einen Starterbatterie ins Auge. Da könnte ich ja eigentlich mal ein Gießförmchen aus Blech basteln. Gesagt, getan. Jetzt fehlt mir nur noch etwas Blei und ein Paar Eier, damit ich mich ans Bleigießen ran traue. Den Tisch, der seit Januar 2018 neben dem 814 steht und den Weg dort verengt, baute ich ab und weiter hinten in der Halle wieder auf. Er trägt jetzt etwas Material für den Kofferbau und steht weit weniger im Weg herum. Ich machte den 814 komplett leer und verräumte diversen Kram in der Halle. Ein paar lange Stahlteile, die zu meinem Mietbeginn schon in der Halle gestanden hatten, barg ich aus ihrer Wandhalterung. Sie werden demnächst etwas umgebaut und haben dadurch endlich mal einen Nutzen. Auch zwei potentielle Beine für meine Werkbank fand ich dabei. Die Scheibenwischer des 814 sind fest gegammelt, worum ich mich nun noch „schnell mal“ kümmern wollte. Bei dieser Gelegenheit schraubte ich gleich die Kühlerklappe ab, vielleicht lässt sich das ausgerissene Scharnier irgendwie flicken.
… und schon war die Ladefläche des 814 wieder nicht mehr leer, sondern zur Werkbank erklärt …
Der böse Narr auf der Fahrertür musste nun auch endlich wieder gehen. Ich hatte ihn nur für die Überführungsfahrt von Thüringen in die Pfalz aufgeklebt. Vermutlich um Polizei und BAG abzuschrecken, wer weiß… 😉 – Hat ja auch prima geklappt. 🙂

 

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