Kaltes Wasser

Ich dachte, die Überschrift passt ganz gut zur Fortführung der Wolfstein-Story. Nachdem ich gestern nichts gebacken bekommen hatte, drängte mich heute der Arbeitseifer. Heißes Wasser liegt ja inzwischen in Bad und Küche an, aber was nützt das ohne Spüle und ohne Wasserhahn? Genau, nichts. Es war ja nicht so, dass ich das Material nicht längst gekauft gehabt hätte. Nur seinen Weg in die Arbeitsplatte fand der Kram bislang noch nicht. Bis heute…

Ich markierte den Ausschnitt für die Spüle auf der Arbeitsplatte. Und schon hatte ich keine Lust mehr, den Ausschnitt mit der Stichsäge zu sägen. Ein Besuch bei meinem neuen Chef und Nachbarn mit einem zaghaften „was machst Du gerade?“ brachte eine interessante Begebenheit mit sich. Er hatte Langeweile und mir daher kurz vorher eine Nachricht geschrieben, in der er mich fragte, ob wir nicht meine Küche fertig bauen könnten. 😀 Wie cool! Ich brauche mehr solcher Nachbarn. 😉

Die Arbeitsplatte zog um in die Schreinerei, ebenso alle Materialien, die verbaut werden sollten. Die geraden Schnitte wurden nun mit einer Kreissäge gemacht und nur die Ecken mit einer Stichsäge. Die Sägekante bekam eine Silikonabdichtung, danach bauten wir die Spüle ein, den Wasserhahn, sowie die Ablaufgarnitur. Dann kam die Arbeitsplatte wieder an ihren angestammten Platz zurück. Aus Restplatten sägte mein Nachbar die Platten für einen neuen Unterschrank zurecht. Im Handumdrehen war der Schrank fertig und mit Füßen ausgestattet. Der frühere Eckspülenunterschrank der Küche wurde nur noch für seine Tür und eine Blende gebraucht, dann hatte er endgültig ausgedient. Die beiden gewonnenen Teile kamen in den neu gebauten Schrank und schon fand der sich unter der neuen Spüle wieder. Die Klappenverkleidung der nicht eingebauten Spülmaschine wurde zu einer Tür umfunktioniert und schließt jetzt das Loch des Backofens. Herd und Backofen sollen nicht mein Problem sein. Ich benutze einen separaten Minibackofen mit 2 Kochplatten, der reicht mir völlig.

Was mich schon länger störte, war der Schrank mit dem Kühlschrank. Wir hatten damals nur eins der beiden abgeschrägten Seitenteile verbaut und den Kühlschrank hinter die Tür gestellt. Eigentlich eine gute Lösung. Aber ich wollte den zweiten Schrank auch noch verwenden. Stauraum ist nicht zu ersetzen, außer durch noch mehr Stauraum. 😉 Also holten wir den Schrank aus dem hinteren Zimmer, zerrten den Kühlschrank in die Ecke neben dem Fenster und kombinierten die beiden Schränke miteinander.

Nun ging es wieder alleine weiter. Das kalte Wasser konnte ich an den Wasserhahn anschließen, für das heiße Wasser fehlt noch ein Eckventil in der neuen Wasserleitung. Aber den Siphon und den Wasserablauf der Waschmaschine konnte ich noch anschließen, wodurch der Wasserhahn dann bedingt einsatzfähig war.

Ich begann mit dem seit 1,5 Jahren überfälligen Ausmisten der Kisten aus dem Wohnmobil. Brauchbares kam in die Schränke, unbrauchbares flog in den Müll. Bleibt die Frage: „Warum baust Du jetzt noch in der Wohnung herum, wo Du da raus musst?“ Ich hatte das Material gekauft und bezahlt, wollte es auch schon längst eingebaut haben. Das war mein Beitrag zum kostenlosen Wohnen gegen Hausmeisterdienste. Es sollte einfach ein gewisser Mehrwert durch meine Anwesenheit entstehen. Naja, wenn ich bald raus muss, muss ich diesen Mehrwert halt JETZT herstellen. Einmal muss ich noch ran, dann ist die Wohnung so weit durch.

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