Fahrradanhänger „Euro CarlessGo“

Den kleinen leichten Anhänger baute ich spontan an einem Abend. Als Basis diente die Achse mit Rädern eines alten Kindertransportanhängers. Weiterhin benutzte ich 15mm Quadratrohr mit 1,5mm Wandstärke, einfach, weil das Zeug da war. Dazu gesellten sich noch ein paar Unterlegscheiben und ein Stück Winkeleisen. Die Deichsel lieh ich mir vom Hundeanhänger Leopet, der seit dem Sommer 2018 sicher keine Verwendung mehr finden wird. 🙁

Der EuroCarlessGo hat die Eckmaße 60x80cm und ist somit maßgeschneidert für Euro Stapelkisten, Euroboxen, bzw. wie auch immer man diese Dinger nennen mag. Es lassen sich 2 60x40cm Kisten quer hintereinander in den Rahmen einsetzen, oder als Block 4 Kisten mit 40x30cm (auch Limo-/Bierkisten 😀 ) längs. Theoretisch müssten auch pro „Fach“ 4 Kisten mit 20x30cm (6x 1l Mineralwasser) passen, das stelle ich mir aber sehr wackelig vor. Und klar, wie der Ausdruck „Stapelkiste“ vermuten lässt, kann man auch stapeln. Vom Gewicht her sollte man es allerdings nicht übertreiben, der Rahmen ist ja doch eher etwas zierlich. Es ist noch Material für ein unter gebautes Diagonalkreuz da, aber irgendwann sind dann auch die Räder und die Anhängerkupplung überlastet. Also einfach keine 32 Kisten Limo holen fahren… 😉

Probefahrt gab es noch keine, Probebeladung auch nicht, weil just im Moment der Lack noch garnicht trocken ist und es zudem draußen nass stürmt. Aber ich wollte unbedingt sehen wie der Anhänger am langen Peer aussieht, deswegen baute ich ihn mit frischem Lack zusammen… 😀

Probefahrt erledigt. Was soll ich sagen, es ist tatsächlich ein Anhänger, man kann ihn ans Fahrrad hängen und hinter sich her ziehen. Wow, wer hätte das gedacht!? 😉
Ich „belud“ ihn mit leeren Euroboxen und stellte dabei fest, dass Kisten mit tiefem Boden etwas mit den Schweißpunkten der Hinterachse ins Gehege kommen. Nicht dramatisch, aber unschön. Ich schleife da mal noch etwas weg. Weiterhin fiel mir auf, dass es garkeine Halter für Spanngurte gibt. Beim Bau dachte ich, man könnte die Gurte ja einfach komplett um Rahmen und Ladung legen. Kann man auch, aber so richtig gefallen will es mir jetzt doch nicht mehr. Eine Beleuchtung muss auch noch dran, ebenso hätte ich gerne noch etwas Reflektion an dem Teil. Und die Deichsel muss weiß werden, die kommt eh nicht mehr an den den Leopet Anhänger, zumindest gehe ich derzeit davon aus.

Die Schweißpunkte der Achse trugen innen etwas zu dick auf und ich schliff sie kleiner. Beim erneuten Grundieren hob sich der weiße Lack etwas – Lack ist nicht meine Welt.

Mir fiel ein, dass ich noch eine Alukiste der Bundeswehr herumfliegen hatte. Da war mal teure Elektronik drin verbaut, daher sind die Dinger wasser- und luftdicht. Beinahe Euro-Maße. Mir kam die Idee, einfach Alu Winkel drunter zu basteln, damit ich die Kiste auf den Trailer schnallen kann. So geschah es dann auch. Innen schmierte ich etwas Kleber über die Nieten, damit sich der zukünftige Inhalt nicht daran auf schnitt. An die Seiten schraubte ich Gurtlaschen. Beim ersten Anlauf war die Unterseite der Kiste vorne, dadurch stand der Trailer hochkant gestellt auf dem Kistendeckel auf. Also drehte ich die Kiste um und so funktionierten die Füße wieder als solche.

Den Gurt der Alukiste kürzte ich etwas, der wollte sich nicht sinnvoll unter dem Trailer befestigen lassen. Der Gurt der Kunststoffkiste war gerade so lang genug, um ihn diagonal zum Befestigen der Kiste nutzen zu können.

Jetzt fehlen nur noch Reflektoren und mindestens 1 Rücklicht, dann darf sich der Trailer als vorschriftsmäßig betrachten.

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