Wunder geschehen. Heute.

Langsam begreife ich, warum Jesus mehr als einmal über seine Jünger (anglizistisch neudeutsch „Follower“) schimpfte und sie des Unglaubens bezichtigte. Sie waren live dabei und wurden von Jesus instruiert. Und trotzdem verstanden sie vieles nicht. Ich bin jetzt gerade mal einen Monat so richtig von Jesus überwältigt (nachdem ich ihn vor 15 Jahren in mein Leben einlud und mich vor 13 Jahren taufen ließ) und konnte schon das erste Mal ein „Heilungswunder“ nach Jesus‘ Art vollbringen. Und was machen viele meiner Mitmenschen? Sie warnen mich davor, dass ich es völlig übertreibe. Selbst langjährige Christen äußern Zweifel. Ich verstehe es nicht!? Ich tue doch nur das, von dem Jesus sagte, dass wir es tun sollen. Deswegen halte ich es wie Kapitel 4 Vers 20 der Apostelgeschichte: „Was wir gesehen und gehört haben, können wir doch unmöglich verschweigen.“

Am Freitag Abend habe ich das erste mal den Auftrag und vom Betroffenen die Erlaubnis bekommen, für eine Heilung zu beten. Für das zugeschwollene Auge meines Nachbarn. Er hatte das rechte Auge nur noch als knallroten Sehschlitz, es tränte und er hatte einen Grauschleier davor, konnte also nichts mehr erkennen. Ich hatte mich den ganzen Tag schon geärgert, dass ich nicht am Morgen schon gefragt hatte. Abends nach der Arbeit konnte ich nicht mehr still sitzen, der Heilige Geist rüttelte in mir. Ich haderte kurz mit Gott und mit mir selbst, dann ging ich zum Nachbarn und fragte ihn, ob ich für das Auge beten dürfte. Erst fragte er „wie, beten?“, was ich mit „Gott bitten, das Auge zu heilen“ ausführte. Okay, Erlaubnis erteilt. Hand drauf und kurz gebetet, eben so, wie es mir vor einem Monat erklärt worden war. Dauerte vielleicht 10 oder 15 Sekunden. Ich nahm die Hand weg und das Auge ging schon fast wieder ganz auf. Mein Nachbar fokussierte kurz, stutzte, schaute und dann kam nur noch ein „Oooohhh, wooow!“. Ich fragte nach. Der Grauschleier war weg, er konnte wieder ganz klar sehen. Die Bindehaut war immer noch rot und das Auge ganz leicht geschwollen. Trotzdem, richtig toll, Halleluja, danke! Ich wollte es dann noch perfekt machen, aber ein zweites Mal beten brachte keine weitere Besserung. War für mich erstmal okay, ich war so schon total glücklich. Und mein Nachbar erst. Er konnte nur nicht so recht erfassen, was da gerade passiert war. Ich hab zwar versucht, es ihm zu erklären, aber das muss sich bei ihm sicher erst mal etwas setzen. 😉 Er bekam noch den Hinweis von mir, dass das Auge auch beim Weggehen oder auch erst später vollständig geheilt werden könnte.
Schon im Laufe der Nacht war das Auge nahezu und am nächsten Morgen vollständig geheilt. Keine Rötung, keine Reizung und keine Schwellung mehr. Halleluja, die Jesuspower hat gesiegt. So super, ich war total happy.

(Zwischenbemerkung: Ich sprach vorhin mit meinem Nachbarn. Er hat die Grundkenntnisse des Evangeliums und nahm auch das Opferlamm Jesus längst für sich an. Die Frage, ob er bereit wäre, Jesus als echte lebendige Beziehung in sein Leben zu lassen, beschäftigt ihn derweil. Finde ich gut, das nicht leichtfertig zu machen. Der Same ist gesät und keimt vermutlich bereits. 🙂 )


Ich schrieb es ganz vielen Leuten, was da geschehen war. Daraufhin kam neben sehr vielen positiven Kommentaren (sogar von Nichtchristen) auch folgende Antwort:

Halleluja, Gott ist gütig und groß. Ich freue mich mit dir und [dem Nachbarn].
Zwei Gedanken gehen mir durch den Kopf.
1.Es ist Gott der heilt und ihm gebührt die Ehre. Also ist das Zeugnis von Gott und dem Glauben an ihn wichtiger als die körperliche Heilung.
2. Ich glaube Gott segnet auch die uns zur Verfügung stehenden medizinischen Möglichkeiten. Die Erwartung/Hoffnung auf ein Heilungswunder, sollte uns nicht dazu verführen zu spät zum Arzt zu gehen.

Wow, nun gingen mir auch etwa zwei (oder mehr!) Gedanken durch den Kopf. Was soll man denn dazu sagen…?

zu 1.: Ich hatte doch nie etwas anderes behauptet, als dass Jesus durch mich geheilt hat. Ich hatte schließlich auch in Namen von Jesus Christus gebetet. Wie kann man denn besser Zeugnis von Gottes Wirken ablegen, als von Gottes Wirken zu berichten? Ich kann doch schlecht versuchen, den Menschen Gott nahe zu bringen, indem ich ihnen das Nichthandeln Gottes erzähle, oder? (1. Korinther 4,20: Denn das Königreich Gottes offenbart sich nicht in Worten, sondern in Kraft.) Das war doch schließlich genau das, was mich vor 13 Jahren von der Bibel und damit von Gott weg gebracht hatte. In der Bibel steht immer wieder, dass Jesus Menschen geheilt hat und sie dadurch zum Glauben fanden. Und auch, dass wir losgehen, die gute Nachricht vom uns über alles liebenden Gott verbreiten, die Menschen heilen und ihnen helfen sollen. Für mich gibt es nichts bibelnäheres, als genau das zu tun. Wir sollen doch schließlich wachsen und irgendwann Früchte tragen. Und wir sollen säen, damit es etwas zu ernten gibt.

Markus 16,17-18: „Folgende Zeichen werden die begleiten, die glauben: Sie werden in meinem Namen Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, wenn sie Schlangen anfassen oder etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden, Kranken, denen sie die Hände auflegen, wird es gut gehen.“

Wir sollen doch nicht das Evangelium für uns akzeptieren und uns dann in unsere sichere Komfortzone setzen und dort auf den Tod warten. Zumindest kam ich bisher noch nicht an diese Bibelstelle. Also am besten um Krebs oder für einen baldigen Herzinfarkt beten, um so früh wie möglich gerettet zu sein? Na sowas…!  🙄  Ich jedenfalls hatte die Lügen alle brav geglaubt, dass Gott früher mal geheilt hat, das aber heute nicht mehr geschieht. Ja logisch, dass dann die Bibel zum Märchenbuch verkommt.

Zu viel Wissen ist schlecht für den Glauben. Die Pharisäer haben Jesus nur kritisch beäugt und angezweifelt, versuchten ihm eine Gesetzesübertretung nachzuweisen, um ihn töten zu dürfen. Dabei verkannten sie völlig, wen sie da überhaupt vor sich hatten.

zu 2.: Ärzte sind natürlich gut, sofern sie heilen des Heilens Willen. Allerdings stehe ich der Wissenschaft gleichsam etwas skeptisch gegenüber.

Einerseits die göttliche Heilung, sowie Bekehrung durch Heilung, eben so wie in der Bibel beschrieben. Andererseits Heilung ohne Glauben und ohne Bekehrung. Viele gottgläubige Ärzte gibt es nicht, ist das schon mal jemandem aufgefallen?

Ärzte heilen wegen des Geldes, es ist ein gut bezahlter Job und man braucht keinen Glauben, oft steht Glaube sogar im Widerspruch zur Wissenschaft. Ich habe es umsonst empfangen und gebe es umsonst weiter, um den Menschen die Liebe Gottes zu zeigen. Um sie von ihrem falschen Bild über Gott zu befreien. Damit sie merken, dass Gott nur zu möglichst vielen seiner Kinder -uns Menschen- eine persönliche Beziehung haben will. Dass er nur will, dass es uns gut geht, körperlich, geistig, hier und heute. Dass wir alles, das wir nicht tun sollen, nur deswegen nicht tun sollen, weil es uns im Leben nicht weiter bringt, uns vielleicht sogar eher schadet.
Es geht nicht darum, dass Gott uns etwas vorenthalten möchte. Das war schon früh am Anfang der Menschheit die Lüge, mit der unser Elend begann. Im Paradies, wo alles perfekt hätte bleiben können, wenn das einzige und alleinige Verbot eingehalten worden wäre: Nicht die Früchte dieses einen einzigen Baumes zu essen. Durch die verbotene Tat wurden unsere Vorfahren von dort verbannt und wir kamen logischerweise auch alle nicht dort auf die Welt, leben ergo nicht im Paradies.

Aber wir könnten ein gutes Stück paradiesischer Zustände auf Erden haben, wenn wir alle die Jesusregeln beachten und befolgen würden:

  • Respektiert und liebt einander
  • Heilt die Kranken
  • Gebt den Hungrigen zu essen
  • Teilt mit denen, die nichts haben
  • verbreitet die gute Nachricht, dass Gott jeden einzelnen Menschen über alles liebt

Als gemeinsame Einheit können wir so viel mehr erreichen, als jeder einzeln alleine. Wir Jesusfollower sollen in Gemeinschaft miteinander leben.

Neulich die Nachricht: In etwa 20 Jahren will die Wissenschaft so weit sein, dem Menschen ein Leben von 1000 Jahren zu ermöglichen. Aha. Ja, Ärzte sind toll. Das wird nicht klappen und ich frage mich auch, wozu das gut sein soll. Für mich bitte keine 1000 Jahre!

Ist das nicht der Versuch, dem Paradies etwas näher zu sein, ohne dabei auf Gott angewiesen zu sein? Quasi kalt durch die Hintertür? Doch die Erde ist nicht das Paradies, sondern sie wird von Satan regiert. Wer will freiwillig 1000 Jahre hier sein?

Wenn wir alle Christen wären und alle so an die Bibel glauben würden, wie es da drin steht, dann bräuchten wir keine Ärzte, sondern wir könnten alles durch Jesus heilen. Da aber diese Welt größtenteils Gott ablehnt, sind selbst Christen oft mit Ärzten besser dran als ohne. Obendrein deshalb, weil viele Christen Göttliche Heilung als Hokuspokus und nicht gottgewollt ablehnen. Für mich lehnen sie damit große Teile der Bibel ab und verweigern den Dienst an den Menschen, zu dem sie von Jesus berufen sind. Traurig, diese ungläubigen Gläubigen. Kein Wunder dass Jesus über sie schier verzweifelte, wenn ich mich schon nur wundern kann.


Mir wurde vor Kurzem „von oben“ folgendes gesagt und das möchte ich dir jetzt ebenfalls nahe legen: Vergiss alles, was du an der Bibel studiert hast, alles was dir gedeutet und erklärt wurde. Es waren viele Lügen dabei! Aus Unglauben, aus Unwissenheit, aus religiöser Festgefahrenheit und sogar aus bösem Willen. Formatiere deine Bibelfestplatte im Kopf, sprich: vergiss alles! Und dann lies die Bibel neu und verstehe das, was da steht. Denn das ist die Wahrheit und Gottes Sprachrohr zu dir.

Neues Testament und dort bei den Evangelien anfangen. Zieh dir rein, was Jesus getan hat. Gib dir eine volle Breitseite mit dem, was Jesus gesagt hat. Und dann kommt der Auftrag, es ihm gleich zu tun.

Warum neu lesen und nicht auf das schon vertiefte Wissen aufbauen? Das erklärt das neue Testament ebenfalls. Pharisäer kannten die damals gültigen Gesetze sehr genau, um nicht zu sagen „sie kannten und befolgten die Gesetze genauer, als Gott sie je gemacht hatte“. Und wozu führte das? Dass sie blind Religion lebten und diese auch lehrten, aber im Endeffekt selber nichts kapieren. Pervertierte Extremeinhaltung der Gesetze, das lebten sie als ihre Religion und man kann ohne Übertreibung den Vergleich ziehen, dass sie dadurch mit über 300km/h über das Ziel hinaus schossen und es dabei nicht einmal bemerkten. Sie wollten sogar mehrmals Jesus töten. Tunnelblick eben.


Bibelstellen zum Thema Heilung, Rettung, Befreiung (alles „sozo“ siehe 1. Timotheus 2,4: „denn er will, dass alle Menschen gerettet [geSOZOt] werden und die Wahrheit erkennen.“) gibt es unzählige. „Sozo“ hat viele unterschiedliche Bedeutungen und steht im neuen Testament 118 mal. 65x als „Befreiung“ (z.B. von Dämonen), 19x als Heilung (Krankheit) und 19x als Errettung. Wenn sie nicht mehr aktuell wären, bliebe von der Bibel nur noch eine Broschüre übrig.

Apostelgeschichte 4,9-12 (nicht nur ich muss mich rechtfertigen… 😉 )

Matthäus 11,4-6 (… und an MIR! 😉 )

Johannes 17,18

1 Gedanke zu “Wunder geschehen. Heute.”

  1. Gerade hatte ich die Eingebung, folgenden Absatz aus dem Hebräer Brief (den ich gerade lese) hier weiter zu geben. Wohlgemerkt kam die Eingebung, bevor ich den Absatz überhaupt gelesen hatte!!!
    Hier also Hebräer 5,11-14:

    „Darüber haben wir noch viel zu sagen; allerdings wird es schwierig sein, euch diese Dinge zu erklären, weil ihr in letzter Zeit so wenig Interesse daran zeigt; es ist geradezu, als wärt ihr schwerhörig geworden. Eigentlich müsstet ihr längst in der Lage sein, andere zu unterrichten; stattdessen braucht ihr selbst wieder jemand, der euch die grundlegenden Wahrheiten der Botschaft Gottes lehrt. Ihr habt sozusagen wieder Milch nötig statt fester Nahrung. Wer nur Milch verträgt, ist ein Kind und hat noch nicht die nötige Erfahrung, um sein Leben so zu gestalten, wie es nach Gottes Wort richtig ist. Feste Nahrung hingegen ist für Erwachsene, für reife Menschen also, deren Urteilsfähigkeit aufgrund ihrer Erfahrung so geschult ist, dass sie imstande sind, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.“

    Weiter:

    „Weil uns nun aber daran liegt, dass ihr im Glauben erwachsen werdet, wollen wir nicht bei den Anfangslektionen der Botschaft von Christus stehen bleiben, sondern uns dem zuwenden, was zur Reife im Glauben gehört. Wir wollen nicht von neuem über die Dinge reden, die das Fundament bilden: über die Abkehr von Taten, die letztlich zum Tod führen, und über den Glauben an Gott, über die Bedeutung der Taufe im Unterschied zu anderen Waschungen und über die Handauflegung, über die Auferstehung der Toten und über das letzte Gericht mit seinem ewig gültigen Urteil. Nein, wenn Gott es zulässt, wollen wir jetzt weitergehen.“ (Hebräer 6,1-3)

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