Fragen über Fragen

Machst Du jetzt einen auf Religion? Brauchst Du jetzt doch ne Kirche zum Beten? Bist Du jetzt selbsternannter Prediger? Was tust Du denn auf einmal so heilig!? Mir kommt das alles eher scheinheilig vor, wenn ich so durch Deine Blogvergangenheit hier stöbere.

Oh je! Ich weiß wie das aussieht, schließlich schreibe ich das alles selber…  😉  Da dümpelte der Blog ewig so vor sich hin, irgendwo zwischen Leben und Tod; mit Glück kam alle paar Wochen mal ein neuer Beitrag zustande und jetzt jagt plötzlich eine „Predigt“ die andere. Und dann auch noch ohne jeglichen (erkennbaren 😉 ) Bezug zum Buspennertum. Zumindest für die paar Fragen habe ich hier Antworten. Diese werfen teilweise neue Fragen auf, doch ich tue mein Bestes… 

Religion: Ich mag keine Religion und praktiziere dementsprechend keine. Religion unterdrückt, bestraft, erniedrigt, zwingt. Und jeder, der nicht „gut genug“ glaubt, der geht bei Religion verloren. Aber ich glaube an den einzigen und allmächtigen Gott Jahwe (er hat noch viele Namen mehr) als den Schöpfer unserer Erde. Und ich glaube an die gute Nachricht (=“Evangelium“, also das, was die Jesus Folgenden überall verkünden sollen): „Jahwes (Gottes) Sohn Jesus Christus wurde als Mensch auf der Erde geboren und starb unschuldig zur Tilgung Deiner Schuld -der vergangenen und der zukünftigen- am Kreuz. Zwei Tage später weckte Gott ihn von den Toten auf. Nimm dieses von Gott aus Gnade und Liebe gemachte Geschenk glaubend an, dann wirst Du nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.“ Das isses schon. Nicht schwer, oder? Wer sich dann noch etwas mehr bemüht, wird dadurch zwar vielleicht nicht stärker gerettet, macht aber sicher das Leben und das Miteinander zwischen uns Menschen etwas schöner. Allein das finde ich schon den Versuch wert.
Trotz des doch total einfachen und liebevollen Evangeliums haben verschiedenste Gruppierungen irgendwelcher Fanatiker die bescheuertsten und niederträchtigsten Aktionen im Namen Gottes durchgeführt oder durchführen lassen. Das hatte aber absolut nichts mit Gott zu tun!!! Gott ist die reine Liebe und er will uns zu nichts zwingen, schon garnicht nicht zu Religion. Gott will weder Sklaven noch Marionetten, er will eine echte, liebevolle und lebendige Beziehung zu seinen Kindern, uns Menschen. Er will, dass es uns gut geht und es uns an nichts mangelt.

Prediger: Für einen Prediger halte ich mich nun wirklich nicht. Ich versuche lediglich, einen 2000 Jahre alten dicken Knoten etwas aufzudröseln. Auch für mich, schließlich stehe ich selber erst am Anfang und bin trotzdem schon oft über diesen Knoten gestolpert.
Als die früheren Gesetze nicht funktionierten und von den Menschen irgendwie nur pervertiert wurden, kam Gott selber als Mensch Jesus Christus auf die Erde und zeigte uns, wie es sein soll: Er half, er heilte und er lehrte. Oh, das will ich auch! Dann bin ich wohl ein Jünger von Jesus. Mir fiel nur vor Kurzem auf, dass ich die gute Nachricht zwar kenne und für mich angenommen, sie aber nicht weiter gegeben habe. Ups! Daher wohl auch die „Predigten“ hier. Ich möchte einfach die Furcht vor dem angeblich so bösen Gott nehmen und meine Freude über den Kern „der Sache“ mit jedem teilen.
Ein geretteter Christ zu sein heißt nicht, dass man besser ist als andere Menschen. Ich sehe mich nicht als besser an, falle jeden Tag auf’s Neue auf die Schnauze und kenne die vielen Leichen in meinem Keller. (Bevor jetzt das BKA mit Presslufthämmern ausrückt: Das ist im sprichwörtlichen Sinne gemeint! 😉 ) Doch durch Jesus und durch Gottes Liebe und Gnade bin ich diese ganze Schuld mit einem Schlag los geworden. Trotzdem will ich noch einiges nachbessern, freiwillig, so gut es eben nachträglich geht.
Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung, wo diese Reise hin geht. Das muss ich auch nicht, weil ER lenkt und ich ihm einfach vertraue, weil ich erkannt habe, dass er nur Gutes will. Ich kann bremsen, wenn mir danach ist, aber ich kann nicht beschleunigen. Doch ich soll auf Gottes perfekten Zeitplan vertrauen. (Dies erfuhr ich, als es mit dem Bau meines Wohnmobils vor lauter anderer Arbeit einfach nicht weiter gehen wollte und ich plötzlich totalen Druck verspürte.) Okay, mache ich! 🙂

Kirche: Kann man haben, muss man aber nicht. Es geht absolut nicht um die Gebäude, sondern um die Menschen darin, die Gemeinde, also die Gemeinschaft von Gläubigen. Sie errichtet das Reich Gottes indem sie es ist. (siehe Lukas 17,20-21) Wer also beim Abtreten aus diesem Leben nicht „einfach nur“ gerettet sein will, eine lebendige Beziehung zu Jesus anstrebt und Teil von Gottes Reich sein will, kommt um eine („die“) Glaubensgemeinschaft nicht herum. Das Reich Gottes ist kein Ort, kein Gebäude. Umgekehrt kann überall das Reich Gottes zu finden sein. Die Vineyard Gemeinde Speyer hat eine ausgediente Tennishalle umfunktioniert, die Vineyard Gemeinde Albessen kommt mit dem Dorfgemeinschaftshaus klar und es gibt Gemeinden, die sich in privaten Räumen treffen, um ihre Gottesdienste zu feiern. Auch im Zelt oder unter freiem Himmel, alles machbar und gut, solange Jesus in ihrer Mitte ist.

Schöpfer vs. Evolution: Auch ich war -man mag es kaum vermuten- mal auf einer Schule. Und dort lehrte man mich im Religionsunterricht die Schöpfungsgeschichte und in Erdkunde die Evolutionstheorie. Was nun gilt? Mal sehen:
Die Evolutionstheorie mit zufällig entstandenem Leben und all der vorteilbegründeten Weiterentwicklung bis hin zum angeblich höchstentwickelten Tier, dem Menschen, der der Natur keinerlei Vorteile brachte, sondern sie nach und nach nur zerstört, ist für mich völlig unlogisch. Warum sollten sich irgendwelche Mikroorganismen zu komplexen Lebewesen entwickeln, die viel anfälliger gegen Krankheiten sind und viel mehr Ressourcen für sich beanspruchen? – Und warum ist die Evolutionstheorie nach wie vor Theorie?
Wer sich hingegen die Mühe macht, die Bibel mit geschichtlich belegten Fakten zu vergleichen (und es gibt solche Leute tatsächlich!), der wird über das Ergebnis erstaunt sein. Das sind nicht alles nur Geschichtchen oder Märchen, sondern es ist Geschichte. (Zudem wurden im Laufe der Zeit diverse prophetische Vorhersehungen gemacht, die dann auch eintrafen. Und die, die noch nicht eintrafen, liegen noch in der Zukunft.) Meiner bescheidenen Meinung nach ergibt ein kreatives „Bauen“ der Erde mit all ihrer bunt gemischten Fauna und Flora weit mehr Sinn. Ohne Wasser wäre nichts, aber ohne Atmosphäre um die Erde wäre auch hier kein Wasser geblieben. Wir kennen ja nun einige Planeten bei uns um die Ecke, doch die sind alle nur wüst und leer. Ach, echt? Die Basisversion der Erde wird ebenfalls als „wüst und leer“ beschrieben. (1. Mose 1,1ff)
Natürlich kann man an beiden Versionen herumpicken und zweifeln, aber die Evolutionstheorie lässt weit mehr Fragen unbeantwortet. Es geht bei dieser Grundsatzfrage wohl auch eher darum, dass die mögliche Existenz einer weit höheren Intelligenz, eines Gottes sozusagen, von vornherein ausgeschlossen werden sollte. Nicht jede Wissenschaft schafft Wissen. Und klar, zu glauben heißt auch nicht „wissen“. Doch Gott lässt sich entdecken!

Schuld/Sünde: Ui, jetzt geht es ins Eingemachte. Oder nicht? Eigentlich möchte ich nur ein paar Fragen stellen, deren Antworten Du Dir selber im Stillen geben sollst: Behandelst Du immer alle Mitmenschen so, wie Du selber behandelt werden möchtest? Rechnest Du immer absolut ehrlich bei Käufen, Verkäufen, Deiner Steuererklärung etc.? Hilfst Du anderen Menschen? Sagst Du immer die Wahrheit, auch wenn sie unangenehme Folgen haben könnte oder es einfacher wäre, Dich mit ein paar kleinen unwahren Worten aus einer Situation zu befreien? Und wenn ja, war das alles tatsächlich immer so?
Durch die paar Fragen kommen wir bestimmt erstmal um die von mir gehasste „Erbsünde“ herum. Bei ihr geht es um die Trennung der Menschen von Gott damals im Garten Eden, als die Schlange Adam und Eva mit dem verbotenen Cheeseburger verführte. (1. Mose 3) Ich persönlich würde das uns Menschen nicht auch noch separat anlasten, schließlich müssen wir das doch nun sowieso schon ausbaden, indem wir nicht im Paradies aufwachsen und leben. Doch ich habe das nicht zu entscheiden…

Gnade: Die gute Sache an Gnade ist, dass man sie geschenkt bekommt. Man kann keine Gnade verdienen und keine Gnade erwerben. Doch jetzt kommt’s: Gnade ist ungerecht. Hierzu mal zwei Beispiele: Die Geschichte vom verlorenen Sohn und das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg.
Für uns wirken die beiden Geschichten unfair. Mögen sie auch sein, wenn man sie im Sinne von Verdienst betrachtet. Aber das darf man nicht tun, denn es ist Gnade und Gnade ist ein Geschenk. So wie der eine Verbrecher, der neben Jesus gekreuzigt wurde, im letzten Moment noch gerettet wurde: Lukas 23,39-43. Da lebt Jesus die ganze Zeit sein heiliges Leben und auf der „Zielgeraden“ kommt dann noch ein richtig übler Mensch dazu, nimmt Jesus an und bekommt den gleichen Verdienst. Jetzt wäre es für manchen vielleicht verlockend, sein Leben einfach in Saus und Braus zu leben und sich am Ende schnell noch zu bekehren. Kann klappen, muss aber nicht. Und doch: Besser spät als nie!


Bilder: Ich bekam auch bei der 3. Nachfrage „live vor Ort“ keine Erlaubnis.

Nun habe ich ein paar Fragen „brav“ nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet und möchte selber noch ein paar neue Fragen aufwerfen. Was mich zum Beispiel aktuell enorm beschäftigt: Warum leiden wir so gerne? Warum entscheiden wir uns sehr entschlossen gegen etwas Gutes? Wir behalten liebend gerne unsere körperlichen Schmerzen oder Depressionen. Ja wir baden regelrecht darin, damit es uns bloß nicht besser geht. „Gedanken sind Macht“, sagte immer einer meiner Freunde, dem man mit Gott und Glaube nun wirklich nicht zu kommen brauchte.

Unterm Strich bedeutet es, dass man -um beim mir ebenfalls persönlich bekannten Fall der Depression zu bleiben- in einer Spirale festhängt. Es fühlt sich schlecht an, dadurch sieht man auch nur alles Negative. Weil man nur alles Negative sieht, scheint alles schlecht zu sein. Weil alles schlecht zu sein scheint, fühlt man sich schlecht. Und wieder von vorne. – Na prima!

Die andere Seite der Medaille ist, dass mich nur der kleinere Teil der Menschheit freundlich und nett behandeln wird, wenn ich mies drauf bin. (Selbst wenn ich das zu verbergen versuche!) Somit fühle ich mich wieder in meinem Schlechtdenk bestätigt und komme zu dem Schluss, dass alles nur noch aus Scheiße besteht.

Diese Gedankenspirale funktioniert übrigens in enorm vielen Bereichen des Lebens. So gibt es Menschen, die ständig alles verlieren. Schlüssel, Geld, Papiere,… Oder welche, die ständig überfallen werden. – Oder ein Langzeitbeispiel aus meinem Leben, dass immer wieder irgendwas bei Bestellungen schief läuft.

Vor Kurzem bekam ich das Input, dass unsere Zunge die Gedanken lenkt. Heute kam eine Predigt dazu, die mir einen weiteren, für mich völlig neuen, Ansatzpunkt bescherte. Darin ging es darum, für alles dankbar zu sein. Aber nicht nur für das Gute, denn das ist ja einfach. Nein, auch für das Schlechte soll man dankbar sein. Das fing sogar bei dem Prediger (Hans Peter Royer) selber mit einem im Nachhinein witzigen Erlebnis und Sarkasmus an. Doch wenn man es eine Weile lang durchzieht, ohne über Sinn und Unsinn nachzudenken, einfach für alles zu danken, dann wird sich etwas verändern. In uns und somit auch nach außen hin.

Ich weiß wie bescheuert sich das anhört. Doch ich habe es ausprobiert und für gefühlt 1000 Dinge gedankt, die teilweise gut und teilweise schlecht sind. Danach hatte ich einen regelrechten Glücksgefühlsausbruch. Ich werde mir einen Merker in mein Zimmer hängen, damit ich es bloß niemals vergesse, im wahrsten Sinne der Worte für „jeden Scheiß“ zu danken. (Epheser 5,20)
Interessant, ich dankte schon oft ohne dieses Wissen für Dinge, die nicht gut für mich waren und die ich nicht verstand. So zum Beispiel auch für meinen nicht anspringenden Corsa Anfang dieses Jahres. Der lief davor und danach immer astrein, hatte aber an einem Abend, wo es heftig zu schneien anfing und ich „noch schnell“ einkaufen fahren wollte, keine Kompression. (Das ist technisch unmöglich!!!) Wer weiß, vielleicht hätte ich bei diesem Mistwetter einen schweren Unfall gehabt…?

Die „Weisheit“, für alles zu danken, habe ich, wie ich ja schrob, erst seit heute. Somit keine Langzeiterfahrung, blutiger Anfänger. Warum gebe ich sowas dann weiter? Weil ich Gott kenne und ihm vertraue, dass das funktionieren wird. Gott hat uns gemacht, weiß also, was er da schreiben ließ. Wenn Dein Auto kaputt ist, bringst Du es ja auch nicht zum Schreiner, sondern zu einer Vertretung des Herstellers.

Und Du? Denkst Du jetzt negativ und stempelst das zur Spinnerei ab? Das ist okay für mich. Es ist Dein Leben und Du darfst es gestalten wie Du willst. Oder vielleicht doch mal eine Weile probieren? Was kann es schaden!?

9 Gedanken zu “Fragen über Fragen”

  1. Okay…ich bin dagegen das wer, absolut egal wer, für meine Schuld stirbt…werder irgendwer, noch ich selbst, da vorab mal geklärt gehört, ob meine Schuld überhaupt…Schuld ist…oder mir das nur irgendwer suggerieren will….zum Zwecke des „in Schuld stehens“, prifitorientiert, wer auch immer was davon hat ( die Sache mit der Schuld reitet immer nur wer der was davon hat, so meine unerhebliche Erfahrung in der Welt…worauf wiederum meiner unbedeutenden Meinung nach auch der 2000 jahre alte Knoten zurückzuführen ist…hätt man die Schuld nicht entdeckt und vermarktet hätt sich da zu vorderst gar nix verknotet) Gnade…auch son Ding, wird erst nötig, wenn man wen genügend vom schuldig-Sein überzeugt hat…wer erdreistet sich dieses bitte? Ach ja, ich erdreiste mich das hier anzumerken weil…ich Fachfrau bin, von haus aus quasi…Adoptivkind eines Richters und „gläubigen Christen“ ( glaub mir, es war nicht schön…noch nicht mal annähernd…über alles andere kann ich Romane füllen, dir oder wem auch immer mal ne Menge erzählen [ wahrscheinlich interessierts keine Sau]…aber was Schuld und Gnade ( sprich keine) angeht, da ham se wirklich nix ausgelassen, das klebt heut noch. Aber gut das du die Erbsünde erwähnst…so ganz langsam hab ich die begriffen, hat gedauert, bei mir 45 Jahre. Essenz: das ist die Schuld die nicht deine ist, sondern die zu deiner gemacht wurde…da hat sich wer anders auf deine Kosten…ent-schuldet. Diese ganze Welt funktioniert nur, weil der der die Deutungshoheit hat anderen Schuld auflädt ( ihn richtet, ver-urteilt) …der kann sichs nämlich leisten. Und der der den Sack aufs Kreuz geschmissen kriegt hat meist keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren.

    • Ich kann Dir nicht so recht folgen. Wer hat etwas davon, wenn ich die „Geschichte“ glaube und für mich dieses -in Deinen Augen eingebildete- Geschenk annehme? Ich muss keiner Kirche beitreten, ich muss nichts spenden wenn ich nicht will, ich muss nicht auf dem Teppich rumrobben und ich muss auch sonst nichts tun. Ich verstehe jetzt garnicht, was Dein Problem ist.

      Jetzt mal anders herum gedacht: Ich sterbe und es stellt sich heraus, da ist doch nichts. Ich bin dann einfach ausgeschaltet als hätte ich nie existiert. Und jetzt? Habe ich irgendwem Schlechtes getan, weil ich an Gott geglaubt habe? Oder irgendwas im Leben verpasst? Garantiert nicht! Wie gesagt, wer nichts weiter tun will als Jesus‘ Tod (und es waren wir Menschen, die Jesus töteten, nicht Gott!!!) als Friedensgeschenk anzunehmen, der muss das nicht. Und wer das auch nicht will, der wird auch nicht gezwungen. (Ich meinte eigentlich auch den Knoten von Zwang und Ausbeutung, den die Menschen im Namen Gottes -aber nicht nach seinem Willen!- geknotet haben!) Nimm es an oder lass es bleiben, so einfach ist das.
      Für mich funktioniert „die Sache“ bestens. Ich stehe morgens fröhlich auf, halte die gute Laune den ganzen Tag über und gehe abends fröhlich ins Bett. Dazwischen gehe ich arbeiten und mache viele Sachen, wie jeder andere Mensch auch. Nur dass ich mich dabei eben mit Gott unterhalte (Wird „beten“ genannt, ist aber nicht an irgendwelche leeren Rituale gebunden, so wie Hände falten und dabei rumsitzen z.B. 😀 Alles total entspannt, ein Smalltalk unter Kumpels.) Es gibt keinen Zwang, so zu leben. Es gibt auch keine Pflicht, glücklich zu sein. Wenn Du glücklich bist und das Leben für Dich rosarote Einhorntorte ist, dann ist doch alles prima. Aus Deinen Zeilen lese ich allerdings eher eine gewisse Unzufriedenheit heraus. Wer glücklich und zufrieden ist, lächelt einfach nur milde über mein Geschreibsel und bleibt bei seiner Tagesordnung. Andere negativ zu kritisieren, kann übrigens zu einer Religion werden, die Gott eben nicht ist und auch nicht sein will! Gott liebt jeden, selbst wenn er nicht zurück geliebt wird. Auch Dich! (Soll ich Dir ausrichten!)

      • Nochmal kurz ein paar kleine Anmerkungen:

        „Glauben“ und „Religion betreiben“ sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, werden aber gerne in einen Topf geworfen und gleichgestellt. Sorry, nichts verstanden!

        Jesus wurde von Menschen getötet, das heißt er wurde sowieso schon getötet und muss nicht extra für jeden Menschen einzeln nochmal auf die Schlachtbank. Wenn Du das nicht annehmen magst, ändert es nichts daran, dass es passiert ist. Wenn es Dich tröstet, er wurde 2 Tage später wieder aufgeweckt und lebt nach wie vor.

        Richter heißt nicht, dass das, was er richtet, den Gesetzen entspricht. Das ist ja die Ironie in unserem angeblichen „Rechtsstaat“. „Recht haben“ und „Recht bekommen“ sind getrennte Baustellen, das akzeptierst Du aber ohne Diskussion. Ein Richter steht über den Gesetzen, kann völlig anders entscheiden, als unsere ach so schlauen und wichtigen (und vielen!) Gesetzbücher es schreiben.
        Unsere Gesetze sind Menschenwort und somit nichts wert. Die Bibel ist das Wort Gottes und Du kannst Dich darauf verlassen.

        Die „Schuld“, ja, die ist ja so ungerecht und nagt am Ego. Ich kenne das und verstehe Dich. Wir sind sooo gute Menschen, die andere immer nur gerecht behandeln und niemals würden wir gegen sie oder über sie auch nur ein einziges falsches Wort verlieren. ODER??? – Hey, ich schaffe das heute noch nicht, aber meinen fetten Respekt Dir, wenn Du so lebst. Hut ab! Ich kenne sonst niemanden, der so gerecht ist. Bleib so, dann bist Du am Ende zwar immer noch nicht errettet, aber Du richtest auch keinen Schaden an. Außer natürlich, Du warst noch nicht immer eine Heilige, hast im Kindesalter oder in der Jugend andere Menschen verletzt oder gekränkt, dann wärst Du ja schon wieder nicht mehr so perfekt, weil diese Schuld an Dir haftet.

        Wir wurden alle schon verletzt und gekränkt. Keiner behandelt andere Menschen so, wie er selbst behandelt werden möchte. Behaupte ich jetzt mal so. Darfst auch gerne widersprechen. Aber hey, sind wir dann nicht alle auf Vergebung angewiesen? Musstest Du noch nie zu jemendem „Entschuldigung“ wegen irgendwas sagen? Und war es nicht toll, wenn derjenige die Entschuldigung angenommen hat, dir also vergeben hat? Gnade ist Vergebung ohne Entschuldigung.

    • Ach Bernd, warum denn? Ich bin gerade zur Generalüberholung bei meinem Hersteller, also in besten Händen. Hier kennt man sich aus, man ist sehr motiviert und hilfsbereit. Was kann daran verkehrt sein, von morgens bis abends gut gelaunt zu sein. Selbst auf der Arbeit brachte mich nichts aus der Ruhe, obwohl es nicht so richtig laufen wollte. Nee Du, ich steh‘ voll drauf! 🙂
      Viele Grüße!

  2. Na ja, wenn es Dir hilft und gut tut, soll das wohl so sein! Wie du ja weißt habe ich es absolut nicht so mit der Religion jeglicher Art, ich halte mich da lieber an die Evolution Theorie! Bräuchte im kommenden Frühling mal deine Magischen Schrauberhände an meinem Womo, soweit du noch Arbeiten an nimmst!

    • Ich mag auch keine Religion. Religion unterdrückt, bestraft, erniedrigt, zwingt. Das ist nichts für mich.
      Es ist auch völlig verständlich, wenn Menschen, die im Leben alles haben und denen es kaum besser gehen könnte, Gott nicht haben wollen. Sie bringen sich zwar um die Belohnung des Lebens, aber diese Entscheidung muss ja jeder für sich selber treffen. Cool ist, dass man sich Gott nicht verdienen kann, er ist nur als Geschenk erhältlich… 😀

      • Petsi, ich habe dich von Anfang an als petsi, Mensch, Mann, Spinner, Freak, Düdoist, Rumtreiber, Gläubiger und sonst noch was, was hier niemand was angeht, kennen und lieben wie achten gelernt, genau wie auch Deine sehr oft auch ungerechtfertigte aber häufig aufkommende absolute unverschämte Ader mir gegen über! Aber Du bist nun mal Du und ich bin ich, beide sind wir nicht Fehler frei, werden wir sicher nie sein! Aber jetzt mal ehrlich, du bist was du bist, auch wenn du dich jetzt mal wieder auf die glaubens Schiene verlegt hast, letzt endlich bist Du noch immer das geblieben was du vorher auch schon warst, nur begründen tust du es anderst und laaberst Massivs und geschwollen rum, dabei tust du noch Menschen weh die dich mögen wie du bist, eventuell sogar auch weil Du der bist der du bist ! Für mich bist Du nach wie vor auf der Flucht vor Dir selbst! Auf der Flucht vor sich selbst findet man immer Nischen oder Ecken in die man sich flüchten kann und sich gewisse Zeit ausruhen, aber mein Freund lass Dir gesagt sein das ist nur für kurze Zeit! Akzeptiere Dein Leben wie es ist, richte dich darin ein egal wie gut oder scheiße es ist, denn das ist das einzige ware leben alles andere sind Ausflüchte und Traum Tänzereien! Wir alle haben uns unser Leben nicht ausgesucht und da müssen wir durch ob es uns passt oder nicht, das ist fakt, sich aber ständig irgendwelche Ausreden oder sonst was Suchen, um seine eigene Unfähigkeit oder denn eigenen Unwillen mit etwas zu begründen oder zu überspielen ist Feigheit vor dem Eigenen Feind oder inneren Schweinehund! Da helfen auch keine Seitenlange Abhandlungen der Bibel oder sonst irgendwelches Schwülstiges Geschreibsel! Schuster, bleib bei Deinen Leisten! Petsi ich habe es Dir schon mehrfach persönlich gesagt nun mach ich es hier noch mal ich achte dich als Mensch sehr für mich bist Du auch ein wichtiger Mensch du bist für mich auch ein Freund, obwohl ich sagen muss noch immer ein Freund! Du weiß zu gut selbst das Du mich mit deiner stellenweise extremen überheblichen Art gedemütigt hast, das nicht einmal aber Du bist nun mal Du! Bernd

        • Ich wollte Dich hier nicht bloßstellen oder angreifen. Jeder muss selber entscheiden, ob bei ihm alles prima läuft oder nicht. Fakt ist und bleibt, dass Leute, bei denen es gut läuft, Gott nicht zu brauchen glauben und deswegen ablehnen. Und dann gibt es die, die IHN eigentlich bräuchten, aber aus verschiedensten Gründen ablehnen. Satan freut sich über jeden, den er von Gott weghalten kann. Gott will uns Menschen nur Gutes tun – hier und jetzt! Ob Du IHN haben willst oder nicht, ER ist in Dir und um Dich herum, ER war bei jeder einzelnen Verletzung, die Du erlitten hast, dabei. Aber Du glaubst mir ja eh nicht, willst IHM keine Chance geben, was soll ich also lange schreiben. Mir steht es nicht zu, über Dich -oder irgendwen- zu urteilen. Das habe ich getan, keine Frage. Tut mir leid, Entschuldigung!
          Du denkst, ein Leben könnte sich nicht ändern. Okay, Deine Meinung. Aus eigener Kraft dürfte das auch tatsächlich schwer bis unmöglich sein, sehe ich genauso. Aber wie willst Du beurteilen können, ob Gott das nicht doch kann? Sich hinzusetzen voller Selbstmitleid und sich immer wieder zu sagen, wie scheiße doch alles ist, macht sicher nichts besser. Aufzugeben und seine schlechten Seiten dann regelrecht zu feiern und auszuleben, das mag es vielleicht einfacher machen, weil es sich besser anfühlt, aber ändert es etwas am inneren Druck? Verlagert sich das schlechte Gefühl nicht einfach nur in eine andere Richtung? Das müsste nicht sein…
          Keine Ahnung woher Du wissen willst, was sich in meinem Leben verändert hat oder nicht verändert hat, Du kennst mein Leben ohne Gott garnicht. Glaub mir, es ist gut dass wir uns erst später kennen gelernt haben. Nach meiner Taufe 2005 habe ich mich wieder von Gott entfernt, weil mir in meiner damaligen Gemeinde gesagt wurde, dass ich [aus Gründen] nicht richtig sei und so trotz Taufe keine Chance hätte. So etwas verletzt einen, klarer Fall. Zumal ich dieses „Problem“ Gott abgegeben hatte und es somit nicht mehr mein „Problem“ war. Es lag längst an IHM, es zu ändern. Doch obwohl ich mit der Zeit wieder immer weltlicher lebte und reichlich Scheiße baute, fiel ich nie aus Gottes Gnade. Wen ER einmal hat, den lässt ER nie wieder los. Aber ER drängt sich auch nicht auf, wir haben unseren freien Willen. Doch als ich mich jetzt wieder für IHN entschied, da kam ER mir mit offenen Armen entgegen und zeigte mir erneut seine ganze Liebe. Für IHN sind unsere Fehler kein Hinderungsgrund, egal wie Menschen sie beurteilen. Wir müssen nicht erst etwas verändern, bevor wir zu IHM kommen können, sondern wir können zu IHM kommen und ER verändert uns dann.
          Und natürlich gibt es immer wieder Situationen, wo ich mir sage „Mist, wieder verkackt“. Doch das ist vor Gott kein Versagen, sondern ein Lernen. Aufstehen, Krone richten, weiter gehen. Ich bin ein Königskind und das kann mir niemand nehmen.

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