Meine Glaubensgeschichte

Hatte ich eigentlich mal geschrieben, wie die Sache mit meiner Halle -und allem anderen drumherum- zustande gekommen war? Nicht? Das finde ich schade, ja es beschämt mich jetzt regelrecht. Es ist eine so gute Geschichte, die sollte man teilen. Also los.

Doch lasst mich noch „einen Tick früher“ beginnen. Ich wurde als Kleinkind getauft, hörte aber irgendwann im Kindesalter auf, an Gott und Jesus zu glauben. Ich sah zwar keinen Sinn in meiner Konfirmation (außer der Geschenke und der von anderen erwarteten Bewahrung der Tradition), aber ich spielte mit. Gott hatte ich allerdings nirgendwo gefunden. Viele schöne Geschichten, die allenfalls als Märchen durchgingen. Somit war nach meiner Konfirmation das Thema erledigt, nicht mal mehr an Weihnachten besuchte ich die Kirche. Später kamen andere Faktoren dazu und ich entwickelte einen regelrechten Groll gegen die Vorstellung, es gäbe einen Gott.

Zeitsprung. Es wird so etwa Herbst 2003 gewesen sein, da lernte ich durch eins meiner Hobbys einen gläubigen Christen (Nennen wir ihn jetzt mal Gabriel.) und seine Familie kennen. Die konnten von mir aus glauben was sie wollten. Ich sagte ihnen ganz klar, dass ich nicht an irgendeinem Gott interessiert wäre. War auch okay für sie. Wir freundeten uns an und verbrachten viel Zeit zusammen. Hin und wieder warf Gabriel mir zu verschiedenen Themen des Lebens winzig kleine Bröckchen aus der Bibel hin, über viele Monate hinweg, immer mal wieder. Das war von ihm kein krampfhafter Bekehrungsversuch oder so, sondern einfach die Erkenntnis seiner Erfahrungen, die er weiter geben wollte. Und ich pickte diese Dinge immer wieder auf und verarbeitete sie innerlich. Oft diskutierten wir über den möglichen (oder unmöglichen) Wahrheitsgehalt darin. Das konnte ganz schön hitzig werden, wenn ich meine Meinung verteidigte. Doch ich erkannte auch, dass das alles nicht nur leeres Geplapper war. Was, wenn es da doch etwas gab? Fände ich ja schon schön…

Inzwischen war es Herbst 2004, mein ach so tolles Leben war immer weiter abgerutscht. Ich konsumierte Drogen und Alkohol, nicht regelmäßig, aber viel zu oft und viel zu viel. Mittlerweile wünschte ich mir einen Gott herbei. Wenn ich schon mit den Menschen nicht klar kam, dann vielleicht mit einem höheren Wesen. Gabriel versprach mir, dass wenn ich Gott ernsthaft suchte, er sich mir auch zeigen würde, auf seine Weise halt. So kam es, dass ich kurz später meinen ganzen Mut zusammen nahm und das erste Mal seit vielen Jahren betete. Das ging so in die Richtung „bitte zeig Dich mir, damit ich an Dich glauben kann“. Und klar, wie ich erwartet hatte, nichts passierte, tagelang. Dann rief mich Gabriel an und wollte mich zu einer Weihnachtsfeier christlicher Studenten einladen. Na da hatte ich ja gerade Bock drauf, nach meiner Erfahrung mit dem nicht existierenden Gott. Ich lehnte ab und erklärte ihm, dass Gott -so es ihn gäbe- offensichtlich kein Interesse an mir hatte. Dass ich gebetet hatte und dieser Gott mich einfach nur auflaufen ließ. Und natürlich hatte ich auf alles geachtet, was man als Zeichen seinerseits hätte deuten können. Ich hätte echt alles angenommen. Aber Gabriel ließ nicht locker, wollte mich unter allen Umständen zu dieser Feier einladen. Ich konnte ihn nicht abwimmeln, sagte am Ende zu, nur um Ruhe vor ihm zu haben. Ein paar Tage war es ja noch hin, vielleicht würde sich in der Zeit noch etwas ergeben, dass ich da nicht hin könnte.

Doch ich blieb gesund und Gabriel holte mich abends ab. Ich hatte beschlossen, die Zeit dort einfach abzusitzen und das mitzunehmen, was mir Spaß machte. Was sollte auch sein, ich hatte schon ganz andere Veranstaltungen überstanden. Es kam total anders. Die Weihnachtsfeier schien nur für mich alleine statt zu finden. In kleinen Schauspielen wurden mir Ausschnitte meines bisherigen Lebens gezeigt. Ganz persönliche Dinge, die ich noch niemandem erzählt hatte und die garantiert auch nicht so „Standard“ sind, dass man von Zufall ausgehen kann. Und überhaupt, so viele Zufälle auf einen Schlag!? Nee! Ich lernte Leute kennen, die indirekt immer irgendwelche Bezüge zu meinem Leben hatten, obwohl sie in Wirklichkeit nichts mit meinem Leben zu tun hatten. Ich fand das spannend und es ist mir bis heute nicht klar, was die anderen Teilnehmer der Feier da überhaupt wollten, schließlich war das alles nur für mich. 😉

In der nächsten Zeit nahm ich öfter an Gottesdiensten bei Gabriels Glaubensgemeinschaft teil. Die waren so völlig anders als ich das noch von früher aus der Kirche kannte. Viel moderner, viel lebendiger, viel freudiger. Die Leute kamen offensichtlich nicht hier her um zu sterben, sondern um zu leben. Lediglich die Öffnungszeiten bereiteten mir Probleme, ich bin kein Frühaufsteher. Als Ausgleich versuchte ich es mit abendlichen Bibelkreisen. War von mir aber auch eher halbherzig, ich lese nicht gerne viel.

Trotzdem, ich hatte Gott gefunden, nahm Jesus‘ Opfer als persönliches Geschenk an und ließ mich im Oktober 2005 auf eigenen Wunsch hin taufen.

Einen guten Monat später trat ein Hund in mein Leben. Er war innerhalb der Gemeinde entstanden (wobei das nicht räumlich zu sehen ist 😉 ). Ich hatte vorher reiflich überlegt, ob ich ihn nehmen sollte, für ihn da wäre und die Kraft hätte, „es“ bis zum Ende durch zu ziehen. Einen eigenen Hund wollte ich schon lange, auch wenn ich unserem Familienhund lange zuvor nicht annähernd gerecht werden konnte. Und wie Ihr wisst, wurde er mein Hund, Happy eben. Immer für ihn zu sorgen, das hatte ich ihm und mir versprochen. So begann ein langes und spannendes Abenteuer.

Mein Leben änderte sich nach der Taufe in vielen Punkten zum Positiven, doch ich war natürlich kein Heiliger. Ich versuchte es noch eine Weile mit den Bibelkreisen, aber die Gottesdienste klappten nun praktisch garnicht mehr. Ich lebte wieder einfach nur noch vor mich hin. Zwar mit dem Wissen, dass Gott mich liebt, aber irgendwie war es doch eine Gelegenheits- und Fernbeziehung. Eine echte Beziehung zu Gott war das nicht. Lediglich die Dankbarkeit für viele Dinge blieb, ich betete auch oft bittend und dankend, lebte aber zunehmend wieder weltlich. Die Bibel verstaubte, ich konnte ihr kein Vertrauen mehr schenken. Weiterer äußerer Druck machte mich dann 2008 depressiv und es brachen ein paar Jahre der Dunkelheit an. Ich startete mit dem Alkohol- und Drogenmissbrauch in ein neues Level: Mehr hilft mehr. Nachdem ich mir 2012 am liebsten das Leben genommen hätte, was ich nur wegen Happy nicht tat, brachten ein Entzug und der darauf folgende Einzug in den Wagen (Flucht aus dem damaligen Wohnort) neue Hoffnung und allmählich auch wieder Frieden. Ich war zwar zu einem sporadisch betenden Lippenbekenner geworden, lebte aber immerhin noch – oder wieder, wie man es sieht.

Zeitsprung zum Mai 2017. Der 814 stand bei einem Freund auf der Wiese und ich hatte keine Ahnung, wie ich das Ding jemals zum Wohnmobil bauen können sollte. Und vor allem wo. Ein paar Anzeigen hatten nur „zu teuer“, „zu klein“, „zu weit weg“ und „Basteln nicht gestattet“ zutage gebracht, meistens irgendwie miteinander kombiniert. So änderte ich den Plan in „trocken unterstellen“, bis ich wieder eine Perspektive hätte. Ich war gerade bei Familie Gabriel, als eine gemeinsame Freundin zu Besuch kam, hier mal Hanna genannt. Wir unterhielten uns über alles mögliche und den LKW und sie wollte für mich beten. Na klar doch, hau rein. Das Gebet sah dann in etwa so aus, dass ich eine passende Garage für den LKW finden und dass alles gut werden sollte. „Alles gut“, echt jetzt? Mir persönlich kam das etwas zu breit gefächert vor, so wie wenn man pauschal für ein schönes Leben beten würde oder so. Aber hey, sie hat für mich gebetet, ist doch toll.

Wenige Tage später schaute ich wieder in die Kleinanzeigen und fand eine passende Garage in Wolfstein. Gute 10m lang, knappe 4m breit und 3,80m hoch, Strom vorhanden, Preis super. Etwas weit weg vielleicht, aber wenn man nicht ständig pendeln muss, doch wieder voll im Rahmen. Ich rief dort an und wir machten einen Besichtigungstermin für ein paar Tage später. Theoretisch könnte man da drin auch den Koffer bauen, dachte ich mir so. Ich fragte aber nicht, ob das erlaubt würde. Ohne explizites Verbot hätte ich ja einfach etwas darin basteln können.

Bei der Besichtigung unterhielt ich mich mit dem Vermieter eine Weile. Die Garage sagte ich ihm zu, die war völlig okay so. Er fragte mich nach meinem Beruf und ich sagte ihm „KFZ-Meister, mache ich aber schon lange nicht mehr“. Er ging mit mir ein paar Tore weiter, schloss auf und ich schaute in eine 120qm große Halle. „Wäre das nicht besser für Dich, so zum Schrauben?“ – „Boah, ja, total Hammer! Sowas wollte ich schon immer haben. Aber die soll ja sicher mehr kosten als die Garage und das ist in meinem derzeitigen Budget nicht drin.“ Er so: „Kannste schweißen? Dann könntest Du bei uns arbeiten. Wir haben Bagger und LKW und daran ist immer mal wieder was zu tun.“
Und genau so kam es dann. Ich sagte kurz später telefonisch für die Halle zu und fing ein paar Wochen später auch an, für meinen Vermieter zu arbeiten. Sehr schnell hatte ich in Wolfstein einen Haufen supernetter und hilfsbereiter Freunde. Es kam eins zum anderen, ich musste fast nichts machen. Der Nachbarin fiel ein Baum im Garten um, ich half beim Beseitigen, schon hatte ich eine Duschmöglichkeit. Sie lud die Helfer (die alle nichts für ihre Hilfe wollten!) zur Pizza ein und auf der Fahrt zur Pizzeria kaufte ich von der uns fahrenden anderen Nachbarin einen PKW, der mich fortan zur Arbeit brachte. Mein Wohnmobil sollte verkaufsfertig gemacht werden und -zack- hatte ich eine andere Unterkunft von meinem Chef. Möbel musste ich nicht kaufen, kam alles von Nachbarn. (Okay, das Bett habe ich gekauft 😉 ) Etwas später wurden auch noch eine ältere Küche und ein riesiger Kleiderschrank angeliefert. Und das sind nur ein paar der tollen Sachen, die hier seitdem passieren. Womit habe ich das verdient? Ganz einfach: Garnicht! Sowas kann passieren, wenn gebetet wird. Und jetzt ist alles nur noch gut? Nein. Es passieren auch schlechte Sachen. Logisch, oder? Schließlich leben wir auf der Erde. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass alles gut wird, so auf das Gesamtergebnis betrachtet. Und damit meine ich nicht mal mein Wohnmobil, das -egal wie gut ich es baue- ebenfalls irgendwann dem Untergang geweiht sein wird.

Noch mehr Gutes wollte mir Gabriel schon seit längerer Zeit zeigen und lud mich immer wieder zu Gottesdiensten in seiner jetzigen Gemeinde ein. Doch ich hatte mit diesem Thema längst abgeschlossen. Fragt mich nicht warum, wahrscheinlich wegen der Menschen… Jedenfalls waren wir wieder fast am Anfang: Ich wollte „der Sache“ keine Chance geben. Und wieder bewies Gabriel Durchhaltevermögen. Im Juli 2018 lud er mich zu einer viertägigen Veranstaltung ein, zu der ich dann doch zusagte. Sie war für Oktober terminiert, vielleicht stellte sie für mich deswegen keine „akute Bedrohung“ dar, war ja noch weit hin.

Einen Monat später musste ich Happy einschläfern lassen, weil er einen Tumor über dem Magen sitzen und deswegen schon lange Probleme mit der Verdauung hatte. Nun hatte er keine Lust mehr, fraß einfach nicht mehr. Ich liebte ihn zu sehr um ihn verhungern zu lassen. Für mich war das ein großer Verlust, aber -und man nehme mir diese Aussage bitte nicht übel- auch eine große Befreiung. Endlich musste ich mir keine Sorgen mehr um jemanden machen. Ich hatte es durchgezogen, wie ich es ihm versprochen hatte. Klar hätte ich das gerne auch noch länger gemacht, aber die Umstände waren nunmal anders. In den vergangenen 12 Jahren habe ich echt viel gelernt, gerade auch über mich. Happy war eine Maßanfertigung extra für mich und ich bin dankbar für die Zeit mit ihm. Einen neuen Hund sollte es erst mal nicht mehr geben, Happy ist nicht ersetzbar.

Der Oktober kam und mit ihm der Termin in Gabriels Vineyard Gemeinde. Angeblich wäre das eine gute Gemeinde, in der wundervolle Sachen passierten. Wieder hatte ich mir vorgenommen, einfach nur das für mich Brauchbare mitzunehmen, betete aber dennoch vorher ein paar mal, dass Gott mich dort berühren sollte, wie er es bei der Weihnachtsfeier diverse Jahre vorher getan hatte. Warum? Weil Gott mir mit und in Wolfstein so geholfen hatte und ich ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen hatte? Ich weiß es nicht, es war einfach so. Zu der so genannten „licht & Licht Konferenz“ waren Gäste aus den USA angereist, Robby Dawkins, Brian Blount und Ken Fish. Heiler, die so heilen, wie es in der Bibel beschrieben ist: Durch Handauflegen – und auch „freihändig“. Darüber hatte ich schon gelesen und Videos geschaut, aber ich hielt das alles für Mumpitz. Früher soll das mit den Spontanheilungen mal geklappt haben. Doch „das war damals und heute ist alles anders“, war mir meistens erklärt worden, wenn ich fragte, warum so etwas in der Bibel steht. „Gott kann heilen, wenn er denn will. Dafür muss man aber lange Zeit oft und intensiv beten und hoffen“, das war mein Glaubensstand. Für mich kratzte das massiv an der Glaubwürdigkeit dieses Buches. Und jetzt kamen diese Heiler daher und berichteten von spontanen Wunderheilungen? Aber gut, mal abwarten was passierte.

Die Konferenz begann. Es folgten Berichte über Heilungen. – Klar, war ja eigentlich zu erwarten gewesen. Ich war sehr angetan, aber eine gewisse Skepsis blieb. Von der Bühne aus wurden Leute ihren Krankheiten nach ausgerufen. Das sah etwa so aus: „Ich fühle bei irgendwem Schmerzen in der Hüfte, linke Seite, wer ist das? Wer ist das mit den Schmerzen in der rechten Schulter?“ So etwas eben. Klar, irgendwer hat immer was, dachte ich mir so. Doch ein Teil der aufgerufenen Personen wurde sofort geheilt. Und das nicht von den Heilern selber, sondern durch andere Mitglieder aus Gabriels Gemeinde. Hm, kann aber genauso sein, dass die Betroffenen sich das nur einbildeten. Kennen wir doch alle, dass ein Schmerz plötzlich mal weg ist und dann wieder kommt. Trotzdem, als der Aufruf kam, man könne sich den Heiligen Geist auffrischen lassen, dachte ich „jetzt oder nie“ und ging vor. Nacheinander beteten die Teammitglieder für die vorne Stehenden. Der Sohn von Brian (ca. 15 Jahre jung, würde ich sagen) kam nach einer Weile auf mich zu und fragte, ob er für mich beten dürfe. Oh ja! Er legte mir die Hand auf die Schulter und betete vielleicht eine halbe Minute lang für mich. Die Schulter wurde warm und die Wärme begann sich in meinem Oberkörper auszubreiten. Meine Augenlider fingen an zu zittern. Er so „ja, fließe Heiliger Geist! Mehr, mehr, mehr!“. Ich fing plötzlich an zu weinen wie ein kleines Mädchen. Was war denn jetzt das? Es kommt garantiert nicht oft vor, dass mich ein Kind zum Weinen bringt. Ich schämte mich nicht, verstand es allerdings auch nicht. Als ich die Augen öffnete, hörte er auf und sah mich fragend an. So als wollte er wissen, ob ich genug hätte. Hatte ich, reichte wohl fürs erste. Ich dankte ihm und ging auf meinen Platz zurück. Das musste ich erst mal verdauen.

Es folgten weitere Berichte der Heiler, aber auch von früher Geheilten, die jetzt selber Heiler sind. Und nicht etwa Profiheiler, sondern die tun das auch während der Arbeit und in ihrer Freizeit. Je nachdem, wo es eben gerade gebraucht wird. Wir bekamen reichlich Input, dass wir Christen das alle können und auch tun sollen. Es ist nichts weiter nötig, als es einfach zu tun. Ja Hammer! Weitere Heilungen, noch mehr Input. Zu meinem Trost wurde zwischendrin auch erklärt, dass jeder auf den Heiligen Geist anders reagiert. Bei mir war es nunmal das Weinen. In Anbetracht der Häufigkeit in den letzten Stunden und Tagen, sollte ich wohl meinen Vorrat an Papiertaschentüchern massiv aufstocken. Egal. All das riss mich so mit. Ich erkannte, dass es sich nicht um irgendwelche selbstsüchtigen Maulhelden handelt, sondern dass es echt ist. Gott will, dass es uns Menschen gut geht, er will Heilung für jedermann. Heute. Sofort. Eben wie es in der Bibel steht. (Matthäus 10,8; Lukas 10,9; Markus 16,18) So toll, so gut!

Am Ende des letzten Tages dann die entscheidende Frage. Wer den Willen Gottes tun will, sollte die Hand heben. Ich wollte, aber ich fühlte mich so winzig klein und schwach. (Klar, nach all der Rumheulerei… 😉 ) Andererseits weiß ich ja, dass Gott einen perfekten Zeitplan hat und niemanden überfordern wird. Ich sagte noch kurz „ich hab Angst“ und hob die Hand, ohne zu lange nachzudenken. Diese Entscheidung musste ich mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf fällen. Wer die Hand gehoben hatte und immer noch wollte, sollte nun vor kommen, damit für ihn gebetet wird. „Ich hab immer noch Angst“ – und los! Muss ich noch irgendwem sagen, dass ich bei diesem Gebet mehrmals geweint habe? Was soll’s, mein bisheriges Leben war ein einziger chaotischer Müllhaufen, der falsche Stolz gebrochen, ich konnte nichts mehr verlieren. Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn, aber ich war nicht mal ein halber Christ. Mir wurden bei diesem Gebet und Gespräch Dinge gesagt, die mich zutiefst glücklich machten, mir neue Hoffnung auf ein echt tolles und erfülltes Leben gaben, mich zugleich von so vielen Lügen gegen mich befreiten. Der genaue Inhalt ist zu persönlich für hier. Einzig, dass ich die Bibel mit den neuen Erkenntnissen der Konferenz nochmal neu lesen soll, möchte ich noch erwähnen. Mein persönliches Navi wurde vom aktuellen Stand auf einem neuen Weg ans alte Ziel neu programmiert. Abfahrt!

Jetzt bin ich gespannt, was Gott mit mir vor hat. (Na gut, ein kleiner Teil wurde mir ja schon verraten… 😉 ) Alles andere ist für mich zweitrangig bis unwichtig geworden. Ich bin Gott so dankbar, dass er jeden, der zu ihm kommt, mit offenen Armen empfängt. Selbst jemanden wie mich, der ihm so untreu war. Tatsächlich wie die Stelle aus der Bibel, wo der eine Sohn sich sein Erbe auszahlen ließ, alles verprasste und am Ende als Tagelöhner bei seinem Vater anfangen wollte. Dieser empfing ihn mit offenen Armen und gab ein großes Fest, nahm ihn sofort wieder auf. (Lukas 15,11-24) Auch Gott gab ein großes Fest, als ich zu ihm zurück kam. Ein Jahrtausend-Ereignis war das, im Speyerer Dom. (Okay, das war vielleicht nicht ganz nur für mich, aber egal! 😉 ) United Praise hieß die Lobpreisveranstaltung, zu der sich 2000 Menschen unterschiedlicher christlicher Konfessionen einfanden. Eine echt fette Jesusparty war das, so schön. (Video außen, Video innen)

Gott versprach, dass wir ihn finden werden, wenn wir ihn suchen. Wer bei ihm anklopft, dem wird er die Tür öffnen. (Jeremia 29,12-14; Matthäus 7,7+8)

3 Gedanken zu “Meine Glaubensgeschichte”

  1. Puh…evangelikale? Bin ich leider etwas…“vorerfahren“ mit. Aber wenns dir gut tut und du dabei wesentliches nicht verlierst…scheint nicht so, wenn ich dich hier so les, denn passts wohl für dich

    • Gott ist Gott und hat nichts mit „Politik“ zu tun. Jesus ist der Schlüssel und nicht, was sich irgendwelche Glaubensgemeinschaften auf die Fahnen schreiben mögen oder andere über irgendwelche Glaubensgemeinschaften denken. Nicht die „Kirche“ an sich tut mir gut, sondern Gott höchst persönlich – und zu dem haben die mich geführt. Doch sie taten noch mehr, als nur blanke Theorie… (kommt gleich noch hier hinterher 😉 )

  2. Nebenfakten:

    Im Nachhinein wurde mir klar, dass Gott mich mit meinem Hund in 2012 im Leben festhielt. Einzig das Treueversprechen, das ich meinem Hund gegeben hatte, hielt mich vom Suizid ab. Die Eltern meines Hundes gehörten zu zwei Familien meiner damaligen Gemeinde. Nachdem die Hündin geworfen hatte, wurden die Welpen für die spätere Abgabe vermittelt. Ich hatte freie Auswahl unter den 4 Rüden, obwohl ich gerne das Mädchen gehabt hätte. Ich entschied mich für den mit dem weichsten Fell und ohne Stromung. Das war die Vorauswahl, ich konnte danach noch 2 Wochen lang entscheiden, ob ich den Hund nehmen wollte oder nicht. Der Witz an der ganzen Geschichte: Die Besitzer der Mama Beagle hatten die Hündin als kastriert bekommen, sie war auch vorher nie läufig gewesen. Aber wer eine Jungfrau schwanger werden lassen kann, für den sollte so eine kleine Entkastration an einem Hund kein Problem darstellen, oder? 😀

    Den PKW hatte ich auf der Fahrt zur Pizzeria ungesehen gekauft, bzw. den Kaufwunsch fest zugesagt, weil der Wagen fuhr und noch TÜV hatte – und weil ich explizit einen Corsa gewollt hatte. Ich wollte eigentlich einen 3-Türer und den mit Schiebedach. Ich mochte die kurzen Türen des 5-Türers nicht, weil mein Ellbogen in der Türverkleidung ziemlich unangenehm aneckt. Bei der Besichtigung war es dann ein 5-Türer. Wir machten den Handel trotzdem, ich brauchte schließlich einen PKW. Später dachte ich noch, dass es schade war, dass er auch kein Schiebedach hatte. Als ich später Fotos machen ging, hatte der Wagen ein Schiebedach. Und als mein alter und kränkelnder Hund das erste mal auf die Rückbank sollte, wusste ich auch, warum es ein 5-Türer geworden war… 😉

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